Zu Ihrer Kenntnis …

Raus aus dem Urlaub, rein in den Mai. In der Kulturpolitik und drumherum ist ganz schön was los, deshalb hier ein paar mehr Hinweise als üblich, dafür jetzt noch kürzer ;) 
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  • Soll die frühere Gauck- und Birthler-, heutige Jahn-Behörde abgeschafft werden und die Stasi-Unterlagen wandern ins Bundesarchiv? Im Bundestag stritten darüber gestern die Lobbyisten (ja, die gibt’s nicht nur in der bösen, bösen Wirtschaft)
  • Das BGH-Urteil zu den rechtswidrigen Ausschüttungen der VG Wort an die Verlage führt endlich zu Debatten. Jan Drees hat sie mit dem Philosophen Daniel-Pascal Zorn logisch auseinandergedröselt.
  • NRW-Kunstsammlungsdirektorin Marion Ackermann geht nach Dresden. Ministerpräsidentin (und Kuratoriumsvorsitzende) Hannelore Kraft ist deswegen angeblich beleidigt und radebrecht in der Pressemitteilung von “veränderter Aufgabe”.
  • Shazam der Kunstwelt: Die App “Magnus” erkennt Kunstwerke und nennt ihren Preis
  • Die EU-Kommission schlägt für 2018 ein “Europäisches Kulturerbejahr” vor (ursprünglich eine deutsche Idee). Das hat Kultur-Kommissar Tibor Navracsics letzte Woche auf dem Europäischen Kulturforum in Brüssel angekündigt.
  • Frankreich vermisst 23.000 Kunstwerke. Allein dem Nationalen Zentrum für Kunst und Plastik fehlen 11.000 – unter anderem ein Bett aus Versailles.
  • V&A verbietet das Zeichnen. Kritiker sehen den Kern des Museums bedroht.
  • Diese Woche wird mal wieder über TTIP verhandelt, in New York. Es bleibt zäh.
  • Böhmermann und die Folgen: Die Grünen im Bundestag beantragen sofortige Abschaffung von §103 (“Majestätsbeleidigung”). Die NRW-Landesregierung beschließt einen ganz ähnlichen Antrag für den Bundesrat.
  • In diesem Moment läuft eine Anhörung zum 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag im Kultur- und Medienausschuss des NRW-Landtags am Donnerstag.
  • Nur wenig später sollte dort auch eine neuerliche Anhörung zum Thema “Inventarisierung von Kunst in öffentlicher Hand” stattfinden. Sie wurde aber mangels anwesender Experten kurzfristig abgesagt (mehr in den nächsten “Drei Kurzen”)
  • Fünf Tage später: Noch ’ne Anhörung im NRW-Landtag, dann zur Integration von Flüchtlingen durch Kulturarbeit.
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Kein Kurzer: Seehofers Outing

Blass wie die Wand sah der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer am Montag in die Kameras und verkündete, die Union stehe vor der “Existenzfrage” und brauche “eine andere Politik”. Notwendig sei ein Signal an die Bevölkerung, “dass wir verstanden haben”. Im Klartext heißt das: Wenn Nationalisten, Faschisten und Rassisten nicht mehr die CDU wählen, dann soll sie nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten das “C” eben über Bord werfen.

Damit hat Seehofer mehr oder minder offen ausgesprochen, was den Unionsparteien seit ihren frühen Tagen als “Kanzlerwahlverein” für Konrad Adenauer nicht nur vom politischen Gegner, sondern sogar von konservativen Medien immer wieder attestiert wurde: Teile der Union scheren sich – Achtung: Wortwitz – den Teufel um ideelle Werte und ihre christliche Grundierung, wenn die relative Stimmenmehrheit bei Wahlen verloren zu gehen droht.

Zumindest für den bayerischen Ableger kann man das jetzt zweifelsfrei feststellen. Zwar ist Seehofer auf dem Parteitag im letzten Jahr mit seinem bisher schlechtesten persönlichen Ergebnis im Vorsitz bestätigt worden, aber das lag immer noch bei mehr als 87 Prozent der Delegiertenstimmen – Seehofer spricht also nicht nur qua Amt für die CSU. Und hinter seinen Worten von Montag offenbart sich ein besonderes Demokratie- und Politikverständnis: Eine Volkspartei hat ihre Ziele und deren Umsetzung nach den Stimmungen und Haltungen der Bevölkerung auszurichten.

Die Grundidee der bundesrepublikanischen Verfassung ist eine andere, nahezu entgegengesetzte, die sich im Artikel 21 Grundgesetz kristallisiert. Da heißt es wörtlich: “Die Parteien wirken an der politischen Willensbildung des Volkes mit”. Dort steht nicht: “Die Parteien hängen ihr Fähnchen je nach politischer Laune des Volkes um”. Dahinter steckt eine im Kern kontinentaleuropäische Ausprägung der repräsentativen Demokratie: Parteien sollen unterschiedliche Werte- und Haltungsmuster bündeln und damit das Spektrum der existierenden Weltanschauungen abbilden.

Über mehr als ein Jahrhundert hat das in Deutschland zu drei Grundausrichtungen geführt: Einer christlich-konservativen, einer liberalen und einer sozialistischen bzw. sozialdemokratischen. Neue Kernwerte konnten im Rahmen des bisherigen Gedankengebäudes immer mal wieder implementiert werden; der Siegeszug der Ökologie im demokratischen Parteienspektrum (West-)Deutschlands ist dafür ein Beispiel. Die zu ihrer Repräsentanz eigens gegründeten Grünen tragen sie in ihrer DNA, doch auch SPD und Union konnten ökologische Ideen schon bald und fast reibungslos in ihre Programme integrieren. Das geschah hier eher unter Gerechtigkeitsaspekten, dort im Rahmen von “Bewahrung der Schöpfung”. Die FDP hat sich wegen des interventionistischen Moments der Umweltrechte lange schwerer getan.

Vor dem Hintergrund dieser “regulären” Prozesse und Mechanismen programmatischer Weiterentwicklungen innerhalb einer repräsentativen Parteiendemokratie offenbart sich das Besondere an Horst Seehofers aktuellem Vorstoß: Das bislang ideologisch weitgehend identisch ausgerichtete Bündnis der christlichen Unionsparteien soll dabei gerade nicht eine neue Idee integrieren, sondern sogar Teile des eigenen Markenkerns aufgeben, mit einem einzigen Ziel: bei Wahlen nicht unter einen bestimmten Stimmenanteil zu fallen. Die zentralen christlichen Werte Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität stören dabei.

Unter Vorspiegelung objektiv falscher Tatsachen wie des vermeintlichen “Überranntwerdens” durch arglistige bis verbrecherische Menschen aus dem Maghreb, dem Nahen und dem Mittleren Osten wird von der extremen Rechten in ganz Europa gezielt Propaganda gegen Menschenrechte und nicht zuletzt völkerrechtliche Abkommen wie die UN-Flüchtlingscharta betrieben. Es handelt sich dabei um eine reaktionäre Globalisierungsabwehr, vor allem im kulturellen Zusammenhang. In Deutschland steht die AfD für diese in Teilen der Bevölkerung unbestreitbar vorhandene Haltung. Die CSU tut in dieser Situation aber nicht, was eine Partei mit einem echten christlichen Fundament tun würde: für ihre Haltung werben. Stattdessen übernimmt sie die rechtspopulistische Propaganda – nicht nur in Person ihres Vorsitzenden – mehr oder minder wortgleich. Christlichen Werten widerspricht das eklatant.

Als Legitimation dienen angeblich “besorgte Bürger” und ihre vermeintlichen Ängste. Doch diese Menschen haben gar keine, vielleicht unbegründete, aber wenigstens menschlich nachvollziehbare Angst vor der dunklen Nacht, einem göttlichen Bannstrahl oder dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Sie sind auch nicht wirklich “besorgt”, sondern schlicht der Anteil von 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung, der tendenziell fremdenfeindlich ist und eine pluralistische Gesellschaft ablehnt. Die Sozialen Medien machen diese Gruppe endlich sichtbar, und mit der AfD werden sie künftig parlamentarisch repräsentiert. Auch das gehört zu einer Demokratie, selbst wenn es für die Bevölkerungsmehrheit atmosphärisch oft nur schwer auszuhalten ist.

Es handelt sich allerdings im Kern um Menschen mit rassistischen, nationalistischen und mitunter sogar faschistischen Einstellungen, auch wenn – oder gerade weil – ihre Sätze mit “Ich bin gar nicht rechts, aber …” beginnen. Diese Leute gab es schon immer: Demoskopen kennen sie seit Beginn der Erfassung politischer Einstellungen in der deutschen Bevölkerung, auch in diesen Anteilen. In der alten Bundesrepublik fühlten sich viele von ihnen über Jahrzehnte von einer Union repräsentiert, in der ideologisch weit rechts stehende Leute wie der frühere Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alfred Dregger, oder der baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger prominent aktiv waren. Nicht zuletzt an Personen wie ihnen lag es, dass die NPD bei Bundestagswahlen nie über die 4,3 Prozent von 1969 hinausgekommen ist. Heute gehört die langjährige Vertriebenenfunktionärin Erika Steinbach zu den bekannten Vertreter*innen dieses Flügels. Obwohl Steinbach ungeheuerlicherweise weiterhin die menschenrechtspolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion ist, ist sie in der CDU des Jahres 2016 nur noch ein weltanschauliches Irrlicht. Ihre Probleme damit dokumentiert sie quasi täglich auf Twitter.

Man muss zur Kenntnis nehmen: Ein stabiler Teil der Deutschen – nicht nur, aber vor allem im Osten, vielleicht auch im Süden – will hierzulande grundsätzlich nicht um sich haben, wer anders aussieht, redet und singt; vor allem nicht jene, die zum islamischen Kulturkreis gehören* die islamischen Glaubens sind. Diese Haltung verträgt sich allerdings nicht mit den Erfordernissen eines kulturell und ökonomisch starken Staates in einer globalisierten Welt. Die für alle Beteiligten in einer Migrationsgesellschaft unvermeidlichen kulturellen Anpassungsprozesse und vor allem die zugehörigen Konflikte möchten sie durch Abschottung vermeiden.

Jede abweichende Ansicht wird gleichzeitig in einer projektiven Schleife diffamiert. Die strukturell realitätsferne Insichgeschlossenheit des eigenen Weltbildes wird in Ermangelung von Argumenten einfach dem Gegenüber unterstellt. Das ändert aber nichts an den Tatsachen: Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und eine interkulturelle Ausrichtung sind mittlerweile überall auf der Welt die Grundvoraussetzungen für ein gelingendes Leben des Einzelnen wie für den materiellen Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten. Davon können China, die Schweiz oder Singapur ganze Liederzyklen singen; die Arabische Welt bekommt, wenn auch langsam, eine Ahnung davon. Das nordkoreanische Modell ist für jeden sichtbar eine rasende Fahrt Richtung Wand. In Ungarn führen die aktuellen nationalistischen Tendenzen bereits zu ersten wirtschaftlichen Problemen, in Polen wird dieser Effekt bald einsetzen. Die Welt von Gestern, wenn es sie je gegeben hat, ist in erster Linie eins: Vorbei!

Das alles ist Horst Seehofer sehr egal. Ob ihm eine auf Vernunft und Verantwortung beruhende Mitmenschlichkeit gegenüber jenen, die vor Terror, Krieg und Verfolgung fliehen, nicht möglich ist, lässt sich aus der Distanz schwer sagen – dass sie ihm jedenfalls nicht opportun erscheint, ist hingegen offensichtlich. Von den so oft beschworenen Werten des christlich geprägten Abendlands will man aus Respekt vor echten Christen im Zusammenhang mit diesem Mann und seiner Politik lieber gar nicht reden. Und spätestens seit Montag ist klar: Die einzigen Werte, die Horst Seehofer tatsächlich interessieren, stehen an Wahlabenden im schwarzen Balken der Stimmverteilungsgrafik. Das ist nicht schön – aber es ist gut zu wissen.

 

* Danke an Matthias Hornschuh für den Hinweis auf diesen Artikel und die zugehörige Debatte. Sie war mir bisher unbekannt, die Kritik leuchtet aber inhaltlich sofort ein.

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Drei Kurze + Epilog: Wahlkampfklappern, Raubkunstrattern und dummes Geschwätz

  • Erstes Wahlgeklingel: NRW-Kulturpolitik läuft sich für 2017 warm
  • Das Limbach-Dilemma: Kulturstaatsministerin auf dünnem Eis
  • Übliche Debatte: Kulturdiskurs der Barbaren

Zunächst was Epilogisches: Am Sonntag sind gleich drei Landtagswahlen, die Kulturpolitik hat dort im Werben um Stimmen bislang eher keine sichtbare Rolle gespielt. Das tut sie sowieso selten, und angesichts der aktuellen Krisen hier, da und dort haben Stimmberechtigte und Medien andere Themen zurzeit sogar noch mehr im Fokus. Stets gilt jedoch der kluge Satz: “Mit Kultur kannste keine Wahl gewinnen – aber verlieren!” Das wird sich vor allem die SPD Sachsen-Anhalts nach dem kommenden Sonntag mal wieder in ihre Wahlanalyse schreiben können. Sowohl bei den konkreten Kulturthemen Bauhaus, Landes-Theater und -Orchester als auch beim strategisch-planerischen Kulturkonvent haben sich die Magdeburger Sozis nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das war nicht (allein) die Schuld von Kulturminister Stephan Dorgerloh, sondern vor allem der spezialdemokratischen Alphatierchen Jens Bullerjahn und Katrin Budde. Letztere ist die Fraktionsvorsitzende im Landtag und führt die Partei als Spitzenkandidatin in die Wahl – und nach Stand der Dinge ziemlich straight auf Platz 4 im Landesparteienranking. Das könnte auch an mangelnder Akzeptanz unter Meinungsbildnern liegen. Die sind oft Kunst- und Kulturfans. Nur so als Tipp …

In NRW – um zum ersten Kurzen zu kommen – wird zwar erst am Muttertag 2017 gewählt, aber auch hier wirft der Urnengang bereits erste Schatten. Am vergangenen Dienstag haben gleich drei Fraktionen im Düsseldorfer Landtag kulturpolitische Initiativen beschlossen: Die Union startet ihren bereits dritten Anlauf zu einem Bibliotheksgesetz (nach 2008 und 2010, noch nicht online Entwurf als pdf hier), unterdessen möchten SPD und Grüne möglichst bald geklärt wissen, ob und wie es Sinn macht, für Kinder und Jugendliche den Eintritt in die Landesmuseen kostenlos zu machen (Antrag hier als pdf). Wenn man bedenkt, dass einerseits Bibliotheken die hierzulande meistgenutzten Kultureinrichtungen sind und dass andererseits erste Modellversuche mit freiem Eintritt in Museen (z.B. im Essener Folkwang) für sprunghaft ansteigende Besucherzahlen gesorgt haben, ahnt man, woher der Wind zumindest auch weht. Spannend in dem Zusammenhang sind sowohl die Frage, WELCHE Besucher denn nun eigentlich häufiger ins Museum gehen (Vorsicht, Filterbubble), als auch jene, wie sich wohl der Präsident des nordrhein-westfälischen Bibliotheksverbandes zum Gesetzentwurf der CDU positionieren wird: Der heißt Andreas Bialas und ist auch kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. To be continued …

Auch nicht leicht hat es derzeit die prominenteste deutsche Kulturpolitikerin eine Staatsebene höher: Monika Grütters war eben zu einer ausgedehnten Tour in den USA und hatte insgeheim sicher gehofft, da mal ein bisschen Abstand von der Streiterei ums Kulturgutschutzgesetz zu kriegen. Doch kaum war der erste Reiseteil rund um die Oscar-Verleihung (Stichwort: Bundesfilmförderung) absolviert, gab’s schon wieder Langes: Grütters soll laut New York Times am Rande einer Party in Los Angeles gesagt haben, dass sie dem Wunsch nach einem Sitz der (jüdischen) Opferverbände im deutschen Schlichtungsgremium für Raubkunstfragen, der sogenannten Limbach-Kommission, “aus guten Gründen” bisher nicht nachgekommen sei. Denn: Das wären in diesem Gremium dann “die einzigen Stimmen, die voreingenommen wären”. Zwar beeilte sich ihre Pressestelle laut Süddeutscher Zeitung umgehend, die Formulierung “voreingenommen” hin zu “mit potenziellem Interessenkonflikt” zu entschärfen, doch auch das war gegenwindtauglich, zumal Grütters ein paar Tage danach direkt ins Auge des Sturms kam: Zu Ronald Lauder, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses. Der wiederholte anlässlich der Einweihung seiner Neuen Galerie in New York gegenüber Grütters den Wunsch, “die Perspektive der antragstellenden Opfer” bei künftigen Limbach-Entscheidungen einzubeziehen. Die Kulturstaatsministerin hat zugesichert, Lauders Vorschläge mit Ländern, Kommunen und der Kommission selbst zu beraten. Wie man’s macht …

… macht man’s verkehrt. Davon kann auch die Leverkusener Stadtverwaltung ein Lied singen, die jetzt eine bundesweit beachtete Museumschließungsdebatte an der Backe hat. Hintergrund ist das schon mal erwähnte KPMG-Gutachten zur Wirtschaftlichkeit der Städtischen Kulturbetriebe, das wiederum von der Gemeindeprüfungsanstalt beauftragt wurde, weil die Stadt Leverkusen am Stärkungspakt des Landes teilnimmt. Erfahrungsgemäß sehen Vorschläge von Ökonomen im Kulturbereich nicht nur immer gleich aus (“Ja, was wohl? Zumachen!”), sondern sorgen anschließend auch regelmäßig für Gespräche zwischen Barbaren. Darunter verstand man im alten Griechenland, wo der Begriff herkommt, nicht etwa primär mordendes, brandschatzendes oder sonstwie soziopathisches Gesocks, sondern jene, die nicht oder nur kaum des Griechischen mächtig waren. Und so ist es im übertragenen Sinne auch hier: Nicht nur über Kunst wird in einem Vokabular gesprochen, das mit “rudimentär sachgerecht” noch eher euphemistisch beschrieben wäre, sondern auch über Ökonomisches. Spitzenreiter der terminologischen Ahnungslosigkeit sind wie so oft in Kulturdebatten all jene, die bei der Finanzierung eines Städtischen Museums von “Subventionen” reden. Es handelt sich bei Morsbroich aber um eine Einrichtung der Öffentlichen Hand, so wie Polizei, Schule oder Städtisches Gebäude-Management. Da spricht aber keiner von Subventionen und das zu Recht: Subventionen kann ein Staat nur an Privatunternehmen zahlen, um deren Geschäftstätigkeit gegen Marktmechanismen aufrecht zu erhalten (Bergbau, Luftfahrt etc.). Beim Museum Morsbroich handelt es sich aber um eine städtische Einrichtung; die können schon per Definition nicht subventioniert werden, sondern sind aus Steuermitteln finanziert. So wie Kindergärten – die im Übrigen auch all jene mitbezahlen, die selbst keine Kinder haben und/oder Scheiße finden. Zahlen müssen sie trotzdem. Mit was? Mit Recht!

Foto: (c) Peter Grabowski

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Drei Kurze: Schwarz für Kapoor, Geld für Freiheit und Rummel am Rhein

  • Meine(!) Farbe: Anish Kapoor kauft Vantablack
  • Immer nur Sicherheit? Oliver Keymis will Freiheitspaket
  • Rheinische Beben: Moers und Morsbroich wackeln, Düsseldorf fängt sich

Anish Kapoor macht Ernst: Der Künstler hat sich exklusiv die Rechte am schwärzesten Schwarz aller Zeiten schützen lassen – “the blackest black out there” wie hyperallergic schreibt, das klingt auf Englisch auch irgendwie noch cooler. Das in Rede stehende Schwarz heißt Vantablack, wurde von der britischen Tech-Schmiede NanoSystems entwickelt und soll eigentlich Satelliten unsichtbar machen: Es schluckt 99,7 Prozent aller auftreffenden Lichtwellen. Kapoor hat sich schon während der Entwicklung dafür interessiert, jetzt gehören ihm die weltweiten Rechte zur künstlerischen Nutzung. Diese Form der Farbexklusivität finden andere Künstler natürlich nicht so richtig lustig (Remember IKB – Yves Kleins International Klein Blau?). Der Queen-Porträtist Christian Furr ist schon auf den Barrikaden, weitere werden folgen. Das Feuilleton wird sich bestimmt auch darin gegenseitig zu überbieten suchen, wer das dunkelste Wortspiel dazu erfindet. Ich halte es erst mal ganz einfach, mit den Stones: “Paint it black!”

“Ein Sicherheitspaket jagt hier das nächste, aber was ist eigentlich mit der Freiheit?” Der Vizepräsident des NRW-Landtages, Oliver Keymis von den Grünen, ist physisch wie mental das ziemlich exakte Gegenteil von stromlinienförmig. Seine Frage, zuletzt gestellt im Kulturausschuss des Landtages, ist mehr als berechtigt, denn den aktuellen Herausforderungen in Deutschland begegnet die Politik vor allem mit Maßnahmen aus dem Werkzeugkasten “Schutz und Sicherheit”: Mehr Polizei, mehr Abschiebung, mehr Überwachung – dafür wird gerade sehr viel Geld in die Hand genommen. Keymis regt an, das Geld besser in die Chancen der Zuwanderung zu stecken als in die Risiken, also in Kunst- und Kulturförderung, Bildung und Ausbildung, so Sachen halt. Das klingt klug – und es ist im Übrigen auch konsequent: Schon vor 15 Jahren hatte der Mann bereits ein “Freiheitspaket” gefordert, anlässlich eines “Sicherheitspaketes” (370 Mio in vier Jahren) des damaligen Innenministers Fritz Behrens von der SPD. Der ist heute – kleine Ironie der Geschichte – übrigens Präsident der Kunststiftung des Landes. Und hätte sicher auch ein paar Ideen, wie man 90 Millionen jährlich konstruktiv für Kultur ausgeben könnte…

Zuletzt noch ein rheinisches Triple, die schlechten Nachrichten zuerst: In Leverkusen steht das Museum Morsbroich (sprich –”broooch”, rheinisches Dehnungs-i) zur Disposition. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG haben den Kulturbetrieb der Stadt gecheckt und dabei – ach was – entdeckt, dass das Museum betriebswirtschaftlich gesehen das beste Streichergebnis liefert. Das kann man skandalös finden, es ist bei nüchterner Betrachtung allerdings nur logisch: Wenn man Ökonomen fragt, was man mit ökonomisch sinnlosen Sachen machen soll, sagen die natürlich: Schließen! Allerdings finanziert die in Leverkusen so museumskritische KPMG selbst sogar Gratis-Kunstabende – und zwar jeden ersten Mittwoch im Monat in der landeseigenen Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, keine 40 km von Morsbroich entfernt. Sicher ein Zufall …
In Moers hingegen wackelt das berühmte Jazzfestival. Eben erst hatte der Bund 150.000 Euro jährlichen Zuschuss beschlossen –ein Erfolg des Moerser Abgeordneten und sogar Bundestags-Kulturausschuss-Vorsitzenden Siegmund Ehrmann – nun steht die renommierte Pfingstveranstaltung trotzdem vor dem Aus. Die neue Festhalle refinanziert sich nicht, es hakt hier und da und dort. Noch besteht Hoffnung, das Programm für Mai steht auch, aber wie in Leverkusen sind solche Debatten schwerst sponsorenschädlich.
Doch von irgendwo kommt stets ein Lichtlein … und diese Woche sogar ausgerechnet aus Düsseldorf: Der neue Schauspielintendant Wilfried Schulz hat am Montag sein Team vorgestellt. Das ist nicht nur wegen der künftigen Hausregisseur*innen Bernadette Sonnenbichler und Roger Vontobel ziemlich hochkarätig, sondern wirkt auch auf sehr unspektakuläre Weise hochprofessionell. Zudem verbreitet Schulz selbst neben guter Laune (trotz der Bau-Umstände) vor allem das sichere Gefühl, einen Plan zu haben. Vielleicht ja ein Glücksgriff. Nach all den Jahren …

 

Foto: (c) Peter Grabowski (voll schwarz, Hand vor Linse)

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Drei Kurze: Eine Profi kommt, Kulturgutschutz auch, dazu ein Superlativst

  • Juchu, eine Frau: Bavendamm übernimmt SFVV
  • Kulturgutschutz im Bundestag
  • Teuerstes Bild aller Zeiten?

Gundula Bavendamm kennen nur Eingeweihte. Das war bis jetzt sicher auch in ihrem Interesse, wird sich aber nun ändern müssen – sie übernimmt die seit dem ersten Tag vor sich hin taumelnde Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Die Frau hat eine wissenschaftliche wie administrative Bilderbuchlaufbahn hingelegt, zuletzt konnte das zuvor völlig verträumte Alliiertenmuseum in Dahlem unter ihrer Leitung reüssieren. Nun tritt die Zeithistorikerin den Direktorenposten im Auge des Sturms an und muss das entkernte Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof mit Inhalt füllen, in jeder Hinsicht. Das wird ihr nicht schwer fallen. Noch eine Info für die Klatschfraktion: Bavendamm ist die Gattin von Sönke Neitzel. Das ist der Blonde mit dem Seitenscheitel aus den Hitlerdokus im ZDF (ein renommierter Historiker, wie auch ihr Vater Dirk, der allerdings bei der Aufarbeitung der Bertelsmann-Geschichte mindestens redaktionell schwer gepatzt hat).

Das Kulturgutschutzgesetz (KGSG) hatte vergangene Woche nun endlich auch seinen ersten Auftritt im Bundestag (Protokoll als pdf, TOP9). Kurze Zusammenfassung: Regierungsfraktionen sind zufrieden, Opposition nicht bis gar nicht. Einig ist man sich in der Notwendigkeit der Regelungen, ziemlich uneinig in deren Ausgestaltung. Interessant: Der Kulturausschussvorsitzende Siegmund Ehrmann (SPD, also mitregierend) hat in der Frage des besonders umstrittenen “national wertvollen Kulturguts” ein staatliches Vorkaufsrecht nach britischem Vorbild ins Spiel gebracht. Das wäre zwar keine Kehrtwende für das Grütterssche Kulturstaatsministerium, aber doch eine deutlich veränderte Linie. Ob das ein im Regierungslager abgestimmter Vorstoß war … erfahre ich vielleicht morgen Abend beim Jahresempfang im Berliner Haus der Kulturverbände – mit der Chefin und dem ganzen Gebrause.

Das Feuilleton hat zuletzt einen neuen Rekord zu vermelden, jedenfalls das englische: 500 Millionen Dollar hat der Hedgefonds-Manager Ken Griffin offenbar für zwei Bilder von de Kooning (300 Mio) und Pollock (200 Mio) bezahlt. De Koonings “Interchange” von 1955 (besser kein Foto posten) sei damit das “teuerste Bild aller Zeiten”, behaupten Guardian und Co. … ach, echt? The trouble is: Das weiß gar keiner. Im Umfeld der global tätigen Edelgaleristen wird zwar so manches nur gemunkelt, aber als sicher gilt, dass Deals dieser Größenordnung nicht immer im Geheimen gemacht werden, aber meistens. Das teuerste Bild aller Zeiten ist also sehr wahrscheinlich ein Picasso, van Gogh, Dürer oder Leonardo – und der hängt entweder ganz stickum bei irgendwem zuhause überm Sofa oder liegt im Tresor. Wir müssen ja auch nicht alles wissen … wirklich nicht.

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Drei Kurze: Kultur gut geschützt, Wege aber unsicher, Linke macht “Pardauz”

  • Zunächst in eigener Sache: Am Sonntag ab 19.05 Uhr ist bei WDR 3 ein Forum zum Kulturgutschutzgesetz zu hören. Mit mir am Tisch saßen im Kölnischen Kunstverein unter anderem Mayen Beckmann, die Enkelin von … genau: DEM Beckmann, Hildegard Kaluza, administrative Köpfin (kleiner Scherz) der Kultur im MFKJKS und Isabel Pfeiffer-Poensgen von der Kulturstiftung der Länder. Die hochkarätigen Herren stelle ich dann – Achtung: Cliffhanger – in der Sendung vor. Die dreht sich vor allem um Praktisches der neuen Regelungen und hat ganz bewusst eine grundsätzliche Frage nicht thematisiert, die Sophie Lenski, Staatsrechtlerin in Konstanz, letzte Woche in der Süddeutschen Zeitung noch mal aufwarf (leider nicht online): Wenn künftig im Land bleiben soll, was herausragend und identitätsstiftend ist – warum wird dann gar nicht geregelt, dass es auch öffentlich zugänglich sein muss? Gute Frage, Frau Lenski. Sehr gute Frage sogar. An anderer Stelle mehr … auch zur eben reingeflatterten Absage der Bundesregierung an zentrale Forderungen des Bundesrates ans Gesetz (ganz am Ende des aktuellen Entwurfs für den Bundestag (pdf)). Das wird noch lustig.

 

  • Die Wege durch das Land sind eine tolle Sache: Für Literatur und Musik, für Ostwestfalen, für NRW. Seit 16 Jahren gibt es das Festival, im Mai sollte die nächste Auflage starten, an zig Veranstaltungsorten über den ganzen Sommer, Hunderten Mitwirkenden, Tausenden Besuchern … aber vielleicht muss man leider sagen: GAB es das Festival, denn einige der Macher hatten offenbar Probleme mit den Vorschriften zur Vergabe und Verwendung öffentlicher Gelder. Das haben Prüfungen von Landesrechnungshof und Bezirksregierung ergeben, nun steht eine sechsstellige Rückforderung von Landesmitteln ins Haus. Der Veranstalter-Gesellschaft wie dem mitorganisierenden Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe droht deshalb die Insolvenz, wie die Landesregierung in einer interenen Unterrichtung schreibt. Und folglich die Förderzusage für 2016 zurückzog – weitere Landesmittel könnten nämlich Teil der Insolvenzmasse werden und gar nicht erst in das nächste Festival fließen. Für Montag sind Gesellschafterversammlungen anberaumt … to be continued, too.

 

  • Eher keine Fortsetzungsgeschichte wird eine Idee der Bundestagsfraktion DIE LINKE: Sie will aus dem Berliner Stadtschloss nicht das ihr offenbar überflüssig erscheinende Humboldtforum machen, sondern ein “zentrales Museum, das einen Überblick über die Nazi-Vergangenheit gibt”. Zur Begründung schreiben Wagenknecht, Bartsch und Co. , auswärtige Besucher “mögen das erwarten”. Die Idee dazu stammt ursprünglich aus der Zweiwochenzeitschrift Ossietzky, zu deren Herausgebern die LINKEN-Abgeordnete Ulla Jelpke gehört. Die Bundesregierung findet das aber sicher nicht nur deshalb … irgendwie doof. Es steht so zwar nicht direkt in der Antwort (pdf), die Monika Grütters für das Bundeskabinett auf die entsprechende Kleine Anfrage der Linken formuliert hat, aber lesen kann man es darin trotzdem. Unter anderem im Passus zur Frage nach eventuell bereits früher schon mal vorgetragenen Wünschen in dieser Richtung. Grütters schreibt wörtlich: “Einen solchen Vorstoß hat es in den letzten Jahren nicht gegeben – was angesichts der umfassenden Diskussion im Zusammenhang mit der Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption, die bewusst einen anderen Weg gegangen ist, auch nicht zu erwarten war.” Für solche Momente im Leben hat die große Erika Fuchs dereinst eine ganz wunderbare Vokabel erfunden: Pardauz!

 

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Elf Kurze nach der Winterpause

der kulturpolitische reporter hat den Januar zum Durchschnaufen benutzt. Die ersten Wochen des Jahres waren newsmäßig ja ruhig, aber jetzt … Deshalb statt des üblichen Dreiers heute ein saisonal passender Elferrat.

  • Bochum statt Gent
    Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons bleibt im Revier und wird Schauspielchef in Bochum. Doppelt interessante Wendung: Erstens hatte noch letzte Woche das dortige Ensemble die verschleppte Nachfolge für Anselm Weber beklagt. Und zweitens wird Simons dann wohl auch nicht wie geplant nach den turnusgemäßen drei Triennale-Jahren zu seinen Anfängen in Gent zurückkehren (“Die geben mir bis 2017 frei“)
  • Ebookpreisbindung auf dem Weg
    Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf gebilligt, um künftig auch Ebooks preisgebunden zu halten. Das eigentliche Problem ist wohl nur vertagt: In der Musikbranche, dem digitalen Vorreitermarkt der Kulturwirtschaft, wird nicht mehr gekauft, sondern gestreamt. Für analoge Buchangebote – Miete, Leihe, gibt’s alles schon – gilt die Preisbindung aber nicht.
  • NRW-Erfolg beim Sundance-Festival
    Gerd Haag, Filmproduzent und Professor an der internationalen filmschule Köln, hat für den iranischen Streifen “Sonita” beim größten Independent Filmfestival der USA in Sundance zwei Auszeichnungen ergattert: Den Preis der Grand Jury und einen Audience Award
  • Sonderregelung zum Arbeitslosengeld verlängert
    Die Bundesregierung hat wieder keine echte Entscheidung getroffen und stattdessen zum wiederholten Mal die Regelung für überwiegend kurz befristet Beschäftigte verlängert (Details hier). Bis Juli 2018 können so auch viele im Kulturbereich unter bestimmten Bedingungen doch ALG I Ob eine neue Regierung (Wahlen 2017) das endlich löst?
  • Städte machen Musik
    Lesenswerter Artikel von Ian Wylie über den Einfluss von Städten auf ihre Musikszene. Nicht, dass jemand eine neue Mauer bauen sollte, um Platten wie Bowies “Heroes” zu provozieren – aber für mögliche Förderschwerpunkte gar nicht uninteressant.
  • Baukunstarchiv NRW kommt
    Letzte Woche haben die vier Gesellschafter den Vertrag unterzeichnet, 2018 soll es im ehemaligen Museum am Ostwall in Dortmund öffnen.
  • Gedächtnis des Freien Theaters
    Noch ’n Archiv: Die stets rührige Uni Hildesheim koordiniert ein Projekt vieler Stakeholder, um mittelfristig ein Archiv des Freien Theaters zu schaffen. Beginnt mit Vorstudien und einem Call for Papers, im doppelten Wortsinne. Ordnung ist das halbe Leben …
  • Landesstelle für Immaterielles Kulturerbe
    Wie man auf die Liste kommt, und was nach der Aufnahme möglich ist: An der Paderborner Uni werden ab Montag Kandidaten und Verzeichnete im Auftrag des Landes beraten
  • “Transparenz durch Abgeordnete”
    Schöner Twist des Deutschen Kulturrats in der TTIP-Debatte: Der jetzt eingerichtete Dokumenten-Leseraum für Parlamentarier im Bundeswirtschaftsministerium gebe ihnen die Verantwortung, mehr Transparenz im Verfahren herzustellen, schreibt Kulturrats-Geschäftführer Olaf Zimmermann in einer Pressemitteilung. Für diesen Schwarzen Peter werden sich die MdBs vor allem der Großen Koalition bestimmt noch persönlich bei ihm bedanken
  • Ein EU-Doppel: Das eigentlich alle zwei Jahre im herbst stattfindende European Culture Forum wurde nach den Pariser Anschlägen im letzten November wegen des Ausnahmezustands in Brüssel verschoben. Neuer Termin ist jetzt der 19./20. April (bin ich im Urlaub, so ’n Mist). Auch interessant übrigens: Das Kulturprogramm der Niederländer im Rahmen ihrer aktuellen EU-Präsidentschaft.
  • Zuletzt: Heute vor 100 Jahren ging das Cabaret Voltaire in Zürich an den Start und damit DADA! Eigentlich alle Kulturwellen und Feuilletons fahren dazu ganz groß auf.

Foto: film still from “Sonita” (c) Sundance Film Festival

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