Sogar über Pfingsten gibt es kulturpolitische Nachrichten: Der Chef des Moers-Festival ist ganz schön entnervt und bietet seinen Rücktritt an. Soweit ist der künftige Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses zwar noch nicht, aber OB Thomas Geisel und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe arbeiten dran … nee, natürlich nicht – wirkt nur manchmal so.
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Paukenschlag nach dem letzten Konzert: Moers-Festival-Chef Reiner Michalke bietet Rücktritt an
Kunstmetropole reloaded: Düsseldorf klotzt bei Kunst am Bau, der Kritiker aus München ist fast verliebt
Nicht alles glänzt im dünnen D: Schauspielhaus bleibt Problemfall, der neue Intendant aber hartnäckig (im Vertrag)
Starke FIDENA-Bilanz: Figurentheaterfestival im Revier steigert Besucherzahl um 75 Prozent
Zum Wochenbeginn ein paar Meldungen aus den vergangenen zehn Tagen, die nicht untergehen sollten. Dass das Düsseldorfer Schauspielhaus auch 2017 nun doch nicht bespielt werden wird … who’s surprised?
Jetzt auch vom Post-Urlaubs-Schnupfen genesen und damit ganz offiziell: der kulturpolitische reporter ist wieder da!
Hier deshalb zunächst der beste aller musikalisch-programmatischen Einstiege in den Tag der Arbeit, den Wonnemonat an sich und damit hoffentlich auch in den völlig verspäteten Beginn der Freiluftsaison. Lautstärkeregler hoch, raus auf den Balkon, mitsingen!
So, das tat gut! Mein anschließenden Mai-Programm ist gleich ab Dienstag ziemlich dicht: Zunächst mit einer Anhörung im Kulturausschuss des Landtages zur kulturellen Arbeit mit Flüchtlingen, dann am Montag, den 9., mit einer Diskussion über rationale und irrationale Ängste in Sachen Migration in Wuppertal (u.a. mit NSU-Opferanwalt Mehmet Daimagüler) und dem Auftaktpodium zur diesjährigen Staffel der Kunststiftungsreihe „Ein Gespräch stiften“ am 18. Mai in Düsseldorf. Da rede ich mit der Kunststiftungs-Generalin Ursula Sinnreich, der Dortmunder ID-Factory-Chefin Ursula Bertram, dem Kölner Chefdramaturgen Thomas Laue und NRW-Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf über neue Funktionen der Kunst: Flüchtlinge integrieren, Kinder stark machen, Unternehmen inspirieren.
Später im Monat darf ich noch eine öffentliche Runde zur „Kunst am Bau“ in Köln moderieren, und davor, dazwischen wie danach wird es ganz bestimmt auch die ein oder andere kulturpolitische Berichterstattung geben – die Zeiten sind bewegt und nicht nur die Bäume schlagen aus.
Aber jetzt erst mal:
„Lasst uns noch schnell was singen, gleich kommt die Polizei, im herrlichen Monat Mai“