Zur Kenntnis … am 20. September

IFACCA ist eine zunächst nicht ganz jugendfrei wirkende Abkürzung, wenn man sie einfach so als Wort ausspricht. Dahinter versteckt sich allerdings nicht etwa eine prahlerische Porno-Plattform, sondern ausgerechnet der Weltverband der nationalen Kulturförderinstitute (International Federation of Arts Councils and Culture Agencies).

Deren Newsletter ist ein steter Quell der Horizonterweiterung, wenn man das denn will. Aktuell verweist er auf Präsentationen und Videos vom ersten Kulturgipfel für das südliche Afrika, der Ende August in Windhoek stattfand. Ich empfehle den Mitschnitt des Podiums „Das richtige Umfeld zur Förderung der Kulturwirtschaft“.

Seit dem letzten IFACCA World Summit of Arts and Culture auf Malta im Oktober 2016 kann ich sagen: Es gibt kaum Lehrreicheres und Inspirierenderes als die Begegnungen mit den vielen höchst engagierten und maximal kundigen Kulturförderern – und Künstler*innen – aus aller Welt. Immer, wenn ich bei solchen Veranstaltungen bin, muss ich an ein legendäres Bonmot von Mark Twain denken: „Reisen ist tödlich für die eigenen Vorurteile“.

Ich will deshalb versuchen, auch beim nächsten Gipfel dabei zu sein, der im März 2019 in Kuala Lumpur stattfindet. Leider ist noch nicht ganz klar, ob es wirklich klappt – but I’m lookin‘ forward!

… und sonst:

Kurzfristiger Veranstaltungshinweis: „Neue Relevanz“ heißt ein erstklassig besetztes Symposium zur Zukunft kleiner Stadtmuseen. Es findet morgen in Werne statt (ja, ja, googlet mal schön, wo das eigentlich liegt) und wird vom dortigen Stadtmuseum zusammen mit der Zukunftsakademie NRW (ZAK) veranstaltet, unterstützt vom Fonds Stadtgefährten der Bundeskulturstiftung und StadtBauKultur NRW. Spitzenthema, eigentlich auch ein Fall fürs Heimatministerium.

Mittelfristiger Veranstaltungshinweis: Der jährliche Theatermarkt der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (INTHEGA) findet am 15. und 16. Oktober in Bielefeld statt. Noch nie von gehört (also ich mein jetzt die INTHEGA, nicht Bielefeld)? Seltsam eigentlich, da sind nämlich immerhin 400 Kommunen Mitglied. Fast 60 % der Menschen in Deutschland leben im „Ländlichen Raum“: Vermutlich sind die bei der INTHEGA gehandelten Inszenierungen tatsächlich viel wichtiger für das kulturelle Leben der Republik als all die Volksbühnen, Thalias und Kammerspiele von Berlin bis München.

Langfristiger Terminhinweis: Ende November jährt sich die Unterzeichnung des Washingtoner Abkommens für den Umgang mit NS-Raubkunst zum 20. Mal. Dazu gibt es dann ein großes Symposium in Berlin. Titel: „Wege in die Zukunft“, organisiert vom Magdeburger Zentrum für Kulturgutverluste. ANMELDESCHLUSS dafür ist bereits der 12. Oktober. Don’t miss!

Foto: (c) Peter Grabowski
Das ist der Blick von der Terrasse, auf der ich die nächsten
drei Wochen keine Newsletter und Mails lesen werde.
Bis dahin!

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Über derkulturpolitischereporter

Peter Grabowski ist der kulturpolitische reporter in NRW und drum herum
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