Zur Kenntnis … am 11. Januar

Frohes Neues? Das kann man für die Kultur(politik) im Moment noch nicht sagen. Kein gutes Zeichen ist jedenfalls, dass die Berliner Koalitions-Sondierungen bis auf Weiteres ohne Kultur sind – jedenfalls zählt sie nicht zu den insgesamt immerhin 40 Themen, über die in den 15 verschiedenen Fachgruppen explizit gesprochen wird.

Auch ist in den drei Delegationen von Union und Sozialdemokraten überhaupt nur ein explizit kulturaffiner Politiker: Der Vorsitzende des SPD-Kulturforums und Vize der Gesamtpartei, Thorsten Schäfer-Gümbel. Da es nach den Abgängen von Norbert Lammert (CDU) und Siegmund Ehrmann (SPD) in beiden Lagern an wirklich profilierten Kulturpolitikern im Parlament mangelt – Monika Grütters ist mit Regieren beschäftigt -, sind die personellen Optionen im Bundestag selbst aktuell eher dürftig. Möglicherweise verlagert das die künftige Gestaltungskraft ja noch weiter gen Haushaltsausschuss. Da bilden die Abgeordneten Anja Hajduk (Grüne), Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) als Kulturberichterstatter ihrer Fraktionen schon längst ihre ganz eigene Große Koalition – nicht zuletzt zugunsten ihrer gemeinsamen Heimatstadt Hamburg. So geht Politik!

… und sonst

Zum Schluss noch eine Leseempfehlung für Blauäugige: Wie die polnische Regierung die kulturpolitische Gleichschaltung umsetzt

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Über derkulturpolitischereporter

Peter Grabowski ist der kulturpolitische reporter in NRW und drum herum
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