Drei Kurze: Steigende Kulturetats, ein Kunstkodex für NRW und Englands Lohndebatte

  • Kulturfinanzbericht – Statistiker melden starke Anstiege in jüngsten Kulturetats
  • NRW-Kunst-Kodex – Kulturministerin Schäfer kündigt Regeln für Kunst im Besitz öffentlicher Unternehmen an
  • It’s not them and us“ – Zum Fringe-Fesival debattieren Englands Theater das Lohngefälle

„Bei der Kultur wird immer zuerst gespart!“ Dieser Satz verliert schon mit Blick auf den Zustand der baulichen Infrastruktur in diesem Land viel von seiner Glaubwürdigkeit, und auch durch mantrahaftes Wiederholen wird er nicht wahrer. Tatsächlich sind die Ausgaben der Öffentlichen Hand für Kultur über die Jahre betrachtet kontinuierlich gestiegen: Laut eben veröffentlichen Kulturfinanzberichts des Statistischen Bundesamtes von rund 8 Milliarden in 2005 auf gut 9,5 Milliarden Euro in 2012. Das ist natürlich kein exorbitant sattes Plus, aber immerhin eins von fast 19 Prozent in sieben Jahren.
Und eventuell gab es danach sogar noch einen besonders kräftigen Satz nach oben: Der Bund und die Länder jedenfalls haben ihre Kulturfördermittel in nur zwei Jahren seit 2012 um zusammen noch mal knapp 11 Prozent erhöht – für die Kommunen liegen aus haushalterischen Gründen noch keine Zahlen vor, also ist es zu früh für ein abschließende Bewertung. So oder so: Von „zuerst gespart“ kann keine Rede sein. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit würde der Debatte ganz gut tun … und dem Selbstbewusstsein womöglich ja auch.

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Über derkulturpolitischereporter

Peter Grabowski ist der kulturpolitische reporter in NRW und drum herum
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