NRW stark vertreten in Bundeskulturpolitik

Monika Grütters, Siegmund Ehrmann, Martin Dörmann, Norbert Lammert: Abgeordnete aus oder mit Wurzeln in Nordrhein-Westfalen besetzen jetzt die Schlüsselpositionen der Kulturpolitik auf Bundesebene. Ob das Berliner Quartett auch eine starke Stimme für Kunst und Kultur in NRW sein wird?
Heute hat der Ausschuss für Kultur und Medien den Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 6061-Jährige aus Moers tritt in dieser Funktion die Nachfolge von Monika Grütters an. Die neue Staatsministerin für Kultur und Medien wurde in Münster geboren und hat erst dort, dann in Bonn studiert, bevor sie um die Zeit des Mauerfalls nach Berlin zog. Damit sind die beiden kultur- wie medienpolitischen Spitzenpositionen in Parlament und Regierung mit gebürtigen Nordrhein-Westfalen besetzt.

Darüber hinaus wurde der Kölner Abgeordnete Martin Dörmann von seiner Fraktion zu Ehrmanns Nachfolger als Obmann der SPD im Kultur- und Medienausschuss bestimmt. Und es kommt aus nordrhein-westfälischer Sicht sogar noch besser, weil auch Bundestagspräsident Norbert Lammert aus Bochum als kulturpolitisches Schwergewicht gilt. Vor allem er hat in den Koalitionsverhandlungen dem Vorschlag Oliver Scheytts, die Errichtung eines Internationalen Tanzzentrums Pina Bausch mit einem Prüfauftrag zu versehen, die notwendige Unterstützung in den Reihen von CDU und CSU verschafft.

Wie sich die starke nordrhein-westfälische Kulturfraktion in Berlin in den nächsten vier Jahren für das bevölkerungsreichste Bundesland auswirken wird, muss man abwarten. Ganz sicher aber ist der Fokus der Kulturpolitik im Bund nun ein bisschen stärker nach Westen ausgerichtet. Daraus mehr als nur wohlwollende Aufmerksamkeit zu machen, ist jetzt nicht zuletzt Aufgabe der beiden großen Parteien an Rhein, Ruhr und Lippe. Zumal mit Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (CDU) ein weiterer Nordrhein-Westfale – Betonung nach dem Bindestrich – an einer echten Schaltstelle des Regierungshandelns sitzt: Dem Zugang zum Bundesetat. Der vormalige Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat gezeigt, was man mit einem guten Draht zu Kampeter so alles erreichen kann.

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Über derkulturpolitischereporter

Peter Grabowski ist der kulturpolitische reporter in NRW und drum herum
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